Sommerekzem oder Schwanz- und Mähnenekzem

Verrückt nach dem Juckreiz
Das Sommerekzem ist eine lästige Erkrankung, die viele Pferde und Ponys in den Wahnsinn treibt. Sie werden verrückt vor Juckreiz und wissen oft nicht, wohin damit. Sie als Besitzer oder Betreuer sind an eine intensive Betreuung gebunden, was viel Frust mit sich bringt, weil der Juckreiz schwer zu kontrollieren ist.

Was ist ein Sommerekzem?
Das Sommerekzem, auch Schwanz- und Mähnenekzem genannt, ist eine Überempfindlichkeitsreaktion auf den Speichel der Culicoides Robertii Mücke. Der Speichel verursacht schrecklichen Juckreiz. Der Juckreiz veranlasst das Tier, sich zu reiben, und die Haut wird beschädigt. Normalerweise sind der Schweif, die Mähne und unter dem Bauch die geschädigten Bereiche, aber wenn es ernst ist, kann es auch an anderen Stellen auftreten. Durch das Reiben wird die Haut dicker und die Haare brechen ab, es entstehen Wunden, in denen Bakterien sitzen. Die Haut entzündet sich oft und es entsteht ein Teufelskreis. Das Pferd reibt sich manchmal die Haut, bis sie blutet. Normalerweise ist es in den Wintermonaten ruhig, aber einige Pferde scheuern und beißen sich immer wieder, weil der Juckreiz durch die kaputte Haut verursacht wird.

Die Ursache
Die Culicoïdes Robertii-Mücke ist eine Sandmücke, die als Hauptverursacher identifiziert wird. Sie suchen die weiche, leicht zugängliche offene Haut zwischen den Schwanzhaaren und der Mähne und beißen zu. Hier spritzen sie etwas Speichel unter die Haut, dieser enthält blutgerinnungshemmende Substanzen, damit die Mücke länger trinken kann. Und dieser Speichel ist der Juckreizverursacher, 1 kleine Mücke kann eine Menge Juckreiz verursachen.

Die Stechmücke
Die Mücke ist überall in den Niederlanden zu finden, sie mag das Meer und den Wind nicht, also mögen sie weder die Küste noch die Inseln. Sie mögen feuchte Wärme, frisches Wasser, Dämmerung und windstilles Wetter. In den Niederlanden gibt es sie von Mitte April bis Ende September. Aber wenn die milderen Temperaturen länger anhalten, bleiben die Mücken auch länger.

Empfindliche Herden
Das Schwanz- und Mähnenekzem ist nicht ansteckend. Wenn mehrere Pferde in der Herde daran leiden, sind die Bedingungen für die Mücke ideal, so dass sie häufig auftritt. Es gibt auch viele andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Zum Beispiel das Futter, die Qualität des Grases, Heus oder der Silage, die Qualität des Trinkwassers usw.
Wenn mehrere Tiere in der Gruppe betroffen sind, ist es ratsam, sich alle Tiere genau anzuschauen.

Die Forschung hat gezeigt, dass die Empfindlichkeit gegenüber der Mücke erblich bedingt ist. Welches Gen (oder welche Gene) dafür verantwortlich ist (sind), weiß man noch nicht.

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